Nuklearmedizin

Methode

Die Nuklearmedizin umfasst zahlreiche Untersuchungsverfahren, bei denen mit Hilfe von schwach radioaktiven Substanzen Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar gemacht werden können.

Dabei werden markierte Substanzen in eine Armvene gespritzt; über die Blutbahn gelangen sie in den zu untersuchenden Körperabschnitt, von wo aus sie Signale abgeben und mit einem hochspeziellem Kamerasystem aufgefangen und über ein leistungsfähiges Computersystem in Bildmaterial umgewandelt werden.

Hauptanwendungsgebiete sind Knochensystem, Schilddrüse, Herz, Nieren, Lunge und Leber.

Anwendung

Die Dauer der einzelnen nuklearmedizinischen Untersuchungen ist sehr unterschiedlich. Bei einer kompletten Schilddrüsenuntersuchung, welche neben dem Szintigramm auch eine Sonographie (Ultraschall) und eine Blutuntersuchung umfaßt, ist von ca. 1 Stunde auszugehen.

Eine Skelett- ( Knochen) Szintigraphie unterteilt sich in der Regel in 2 Abschnitte, wobei hier zunächst Aufnahmen in einer Durchblutungs- und Weichteilphase angefertigt werden. Im Anschluss hieran erfolgt eine Pause von 3 Stunden, in der die Substanz in den Knochen eingelagert wird, so dass in einem 2. Abschnitt die Hauptuntersuchung mit Aufnahmen des Knochenstoffwechsels erfolgt. Hieraus resultiert eine Gesamtzeit von ca 5 - 6 Stunden, wobei in der zwischenzeitlichen Pause der Patient die Praxis selbstverständlich verlassen kann.

Auch eine Herzuntersuchung wird ähnlich in 2 Abschnitten durchgeführt. Bei einer Lungen- oder Nierenuntersuchung ist in Abhängigkeit von der Fragestellung von 30 bis 60 Minuten auszugehen.

Nützliche Informationen

Die evtl. vorzubereitenden Maßnahmen (Medikamenteneinnahme, nüchtern o.ä.) werden bei der Anmeldung besprochen.

Prinzipiell kann jeder Patient untersucht werden. Bei Schwangerschaft und Stillzeit sollten die Untersuchungen möglichst nicht oder nur in Einzelfällen nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Die bei allen Untersuchungen zu verabfolgende Substanz ist nur sehr schwach radioaktiv und bereits am Untersuchungsabend weitgehend abgebaut. Nebenwirkungen oder gar Schädigungen sind selbst bei Mehrfachuntersuchungen nicht zu erwarten.

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