Schilddrüsendiagnostik

Methode

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, welches mit Hilfe von Jod lebensnotwendige Hormone produziert, die für sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper notwendig sind.

Da Deutschland immer noch ein Jodmangelgebiet ist, kann es bei entsprechender familiärer Anlage zu Veränderungen kommen, die zum einen die Funktion der Schilddrüse betreffen können, sowie zum anderen die Morphologie (Größe, Gewebeveränderungen, Knoten) oder eine Kombination aus beidem.

Eine komplette Schilddrüsenuntersuchung beinhaltet eine Szintigraphie, eine Sonographie (Ultraschall) und Blutwerte (Hormone und eventuell Antikörper); dies dauert insgesamt ca. 1 Stunde. Dabei sind nicht bei jeder Schilddrüsenuntersuchung alle Methoden erforderlich.

Anwendung

Fallen im Rahmen einer Sonographie knotige Veränderungen auf  sollten diese mit einer Szintigraphie korreliert werden, da nur in Kombination auch mit der Stoffwechselfunktionslage beurteilt werden kann, ob es sich um sogenannte “heiße“, “warme“ oder “kalte“ Knoten, d. h. jodstoffwechselaktive oder -inaktive Knoten handelt, deren Behandlung unterschiedlich ist. Die Szintigraphie wird mit einer radioaktiven Substanz in sehr geringer Dosis durchgeführt, welche analog zum Jodstoffwechsel reagiert. Die Dosis ist völlig unbedenklich; allerdings sollte die Untersuchung bei Schwangeren möglichst nicht oder nur nach strenger Indikation durchgeführt werden.

© MVZ 2016